Archiv für die Kategorie: 'Glauben'

Das kunterbunte Kinderzelt sammelt auch dieses Jahr wieder Pakete. Wir waren 2007 vor Ort und haben und die Arbeit mit den Zigeunern dort angesehen. Es ist eine gute Sache. Die Paketaktion endet am 23.November an den Sammelstellen, wir fahren nötigenfalls am 29.11. eine Fuhre zur Zentrale.
Wer also ein Paket schenken möchte, kann mir bescheidsagen. :)



Gestern haben wir uns auf der Fahrt von Langendorf nach Darmstadt das Lebenszeugnis von Alexander Schott angehört. Es ist eine ziemlich abgefahrene, unglaubliche Lebensgeschichte. Allerdings wurden wir nicht ganz fertig mit dem anhören, da der Vortrag >2 Stunden dauert.

Im Lauf der Jahre meines Christenlebens habe ich viele Menschen kennengelernt. Sehr viele, die von Gemeinden oder eben Christen verletzt wurden und genau  das auf Gott projizieren. Das wirkt auf mich auch erstmal einleuchtend. Ich habe auch einige Satanisten kennengelernt, die mit Jesus konfrontiert wurden, zum Teil machte Jesus diese Menschen auch frei. Aber “frei” bedeutet in dem Sinn auch, daß sie die Freiheit besitzen, wieder zu Satan & Co zurückzugehen. Ich habe nie erlebt, daß Jesus irgendeinen Menschen zu sich gezwungen  hätte. Wenn, dann waren es Christen, die auf diese Menschen (nicht selten lieblos) eingeredet haben. Das bedeutet aber, daß sie die Freiheit des Menschen aberkennen, oder das irgendwie versuchen?

Wir reden hier oft von “Freiheit”, oder “Religionsfreiheit”. Ich behaupte, daß die Religionsfreiheit von Gott erfunden wurde, er schuf den Menschen  nunmal mit einem freien Willen, der sich für oder gegen ihn entscheiden kann. Ich glaube auch nicht, daß Gott dann etwa böse auf die Menschen ist, die sich gegen ihn entschieden haben, und vorallem glaube ich nicht, daß er sie (besonders hart) bestraft. Dennoch müssen diese Menschen die Konsequenzen daraus tragen, wie auch immer die auch aussehen.

Im Mittelalter machte man sogenannte “Hexen” oder “Ketzer” für verschiedene Katastrophen verantwortlich. Auch das ist, glaube ich, Blödsinn. Gott gibt bestimmte Rahmen vor, in denen man sich frei bewegen kann, in diesen Rahmen dir verschiedene Dinge einfach nicht passieren. Hast du zB nur Sex in der Ehe, brauchst du zB AIDS nicht zu fürchten. Investierst du dich in deine Ehe, hast du Scheidung nicht zu fürchten (gilt für beide Partner). Es sind, denke ich, einfach logische Zusammenhänge.

Wenn sich Menschen  von Angst treiben lassen, sind sie auch nicht mehr frei. Pastoren zB, die vor “der Sünde in ihrer Gemeinde”, bzw. der Konsequenz daraus Schiß haben und die Sünde mittels Regeln oder anderene Aktivitäten ausmerzen wollen, sind da eindeutig auf dem Holzweg. Unter Christen höre ich oft den Schrei nach (mehr) Regeln, was mich irgendwo traurig macht. Ich denke, es gibt einen Unterschied zwischen Dingen, die man freiwillig annimmt und Dingen, die man aufgedrückt bekommt. So habe ich in meinem Leben Regeln, die ich freiwillig annehme und Regeln, die von außen auf mich einprasseln, aber an mir abprallen, weil ich sie für blödsinnig halte.

Sünde ist für mich dabei ein Begriff, der nichts anderes ist als die Umschreibung, daß Menschen Gott verfehlen, so, wie beim Bogenschießen ein Pfeil das Ziel verfehlt. Für Menschen,  die von Gott nichts wissen wollen, oder garnicht an ihn glauben (wollen), müßte der Begriff “Sünde” also völlig egal sein, denn sie verfehlen ja etwas, woran sie nicht glauben (wollen). Daher wundere ich mich über die Aufregung, wenn Christen sagen “Homosexualität ist Sünde”. Die Aussage finde ich erstmal sachlich richtig. Dasselbe gilt für die Aussage “Abtreibung ist Mord (im biblischen Sinn)”.   Wie man jedoch mit der Sünde an sich umgeht, ist wieder eine andere Sache. Ich halte es da mit der Religionsfreiheit: Wer von Gott nichts wissen will, muß die Konsequenzen dafür selbst tragen. Für Christen sollte daher das Umgang mit Sünde anders laufen, die bisherigen Predigten darüber, die ich hörte, fand ich auch richtig gut. Fragt sich nur, wie das dann umgesetzt wird. Ich denke schon, daß für Christen da andere Maßstäbe gelten sollten als für Nichtchristen, denn Christen haben ihr Leben Jesus in die Hand gegeben, er ist Chef.

Stellt sich noch die Frage, wieso man sein Leben Jesus in die Hand geben sollte, wenn man im Gegenzug dafür anscheinend nur höhere (moralische?) Maßstäbe bekommt. Die Antwort ist: Man bekommt weit mehr als nur höhere Maßstäbe: Nämlich auch die Fähigkeit dazu, diese zu erreichen. Das macht uns nicht zu  besseren Menschen, denn eigentlich können wir garnichts dazu, aber es macht uns frei, nämlich frei davon, Dinge zu tun, die wir eigentlich nicht tun wollen. Ich kenne Menschen, die wurden durch Jesus von Heroin oder anderen Drogen frei, nur so als Beispiel.

Vielleicht ist es die größte Freiheit für mich, daß ich nicht (mehr) an meinem Leben hänge. Das bedeutet nicht, daß ich selbstmordgefährdet oder leichtsinnig bin, aber ich fand es schon einigermaßen cool, einem Satanisten, der mir eine (wahrscheinlich ungeladene) Knarre an den Kopf hält und abdrückt, anlächelnd zu sagen: “Der letzte, der das mit mir gemacht hat, hat sich 3 Jahre später bekehrt. Heute ist er verheiratet und bekommt sein 3. Kind”.  Denn seine Gesichtszüge sind sichtlich entgleist ;)

Es ist also eine innere Freiheit, die man bekommt, und die wertvoll ist.

Irgendwie beschäftigt und berührt mich genau das Thema immerwieder. Auch meine erste Predigt ging darüber. Das liegt vmtl. daran, wie sehr ich mich gerade in den ersten Monaten durch Jesus verändert habe und vorallem auch so fühlte. Und ich sah das auch an anderen Menschen, deren Lebenswandel-Wandel ich  sehen konnte. Bei uns lief da viel über eine Art “Neudefinition” durch Jesus Christus. Von “du bist wertlos/unwichtig” hin zu “du bist wertvoll und wichtig”. Ein  Kumpel von mir zB war, damals, als wir so 16/17 waren, ziemlich schräg drauf, vorallem haßerfüllt. Eines Abends hielt er mir sogar mal eine Knarre an den Kopf. Danach sah ich ihn über Jahre nicht mehr, bis er Jesus kennenlernte. Und auch erst ein Jahr nach seiner Bekehrung sah ich ihn wieder und traute meinen Augen nicht. Er veränderte sich wirklich, nein, er wurde sichtlich verändert. Und ein Kumpel von ihm hatte eine noch heftigere Vergangenheit. Wir trafen uns eine Zeit lang öfters hauskreismäßig. Es war eine schöne, aber auch unbequeme Zeit. Veränderung ist nie bequem und es ist ein widerliches Gefühl, Dinge loszulassen, die einen über Jahre so ans Herz gewachsen sind. Ohne das Loslassen mancher Dinge und Überzeugungen kann eine Veränderung garnicht passieren. Ich wollte mich aber verändern, ich wollte weitergehen und mich nicht mit Halbveränderungen zufriedengeben. Die Bibel spricht dabei vom “Sterben”. Ich glaube, daß jeder Mensch irgendwo innerlich sterben muß, bevor er von Jesus sozusagen “auferweckt” werden kann. Also man muß einfach Dinge loslassen, damit Jesus sie wegräumen kann/darf und sie durch Neues ersetzen kann.

Viele denken jetzt vielleicht an Christen, oder die, die es von sich behaupten, die ihr Christsein mit einer Art Besenstil im Arsch definieren, also, die glauben, daß sie Christen sind, weil sie sich an (bestimmte) Regeln halten. Das habe ich auch mal eine Zeit lang gedacht, aber das ist falsch. Sicher macht sich Glaube sichtbar, wenn er lebendig ist, denn ein Mensch, der im Glauben die neue Identität annimmt, verändert sich auch in diese Richtung. Im Johannesbrief steht ja auch, daß ein Glaube tot ist, wenn man ihn nicht erkennt und ich glaube nicht, daß Johannes damit Werksgerechtigkeit meint.

Im selben Brief steht jedoch auch “Wir lieben,  weil er uns zuerst geliebt hat” (1.Joh 4,19), das bedeutet, daß unserer Veränderung vorausgesetzt wird, daß wir geliebt sind. Ohne Werke, ohne Krampf, ohne was dafür getan zu haben. Ich denke, das gilt es erstmal zu begreifen. Fühlen wir uns nicht geliebt, weil wir zB glauben, daß Gott uns nur eins reinwürgen will, oder darauf wartet, uns für eine Sünde zu bestrafen, dann läuft das unweigerlich auf Rebellion hinaus, denn dann stellen wir uns bewußt oder unterbewßt gegen Gott und leben erst recht unseren Stiefel weiter wie bisher.

Ich kenne einige Menschen, die mir schon fast vorwerfen, daß mein Leben ja so gesegnet ist. Es ist in deren Augen leicht, den Glauben (auszu)leben, weil ich ja nur dankbar sein kann und ich fühle, daß Gott mich liebt. In Wirklichkeit ist es im Grunde umgedreht. Als ich in der Leitung der Jesus Freaks Darmstadt war, zu Zeiten, wo ich wegen dem, was ich dort erlebte, innerlich zusammengebrochen bin, blieb mir nichts anderes übrig als mich an Jesus zu klammern. Zu “Krisenzeiten” suchte ich viel mehr die Nähe als zu Zeiten, in denen es ruhiger war. Dabei ging es mir logischerweise in diesen Zeiten emotional schlechter als heute. Es ist viel schwerer, sich an Jesus zu klammern, wenn man ihn scheinbar garnicht braucht. Man weiß es zwar im Kopf, aber man fühlt es nicht mehr.

Ich gewöhne mir Dinge recht schnell an – so auch zB daß ich irgendwo missionarisch tätig sein sollte. Ich dachte, das gehört zu mir irgendwie dazu, dafür lebte ich – irgendwo – und ich glaubte, daß das ewig so sein würde. Aber wenn Gewohnheit die Motivation ist, dann ist die Motivation falsch. Wenn man das erkennt, sollte man das, was man vermeintlich für Gott aus Gewohnheit tut, sein lassen, denn dann richtet man in den Bereichen mehr Schaden an als daß es nützt. Gleichzeitig ist es hilfreich, bei Gott nachzuhaken, was los ist, und wo er mich haben möchte. Vielleicht ist auch erstmal garnix angesagt, dann genieße die Ruhige Zeit.

Wenn Gott mit Veränderung ansetzt, dann, das denke ich immer mehr, emotional. Er will ja schließlich die Herzen berühren und keine Gehirnwäsche betreiben. Und das verhindert oft unsere verkopfte Welt, die Gefühle als eine Art Ware ansieht, die man sich mit gewissen Tricks selbst beschaffen kann.

Wir sind oft gewöhnt, uns mit Hilfe von manchen Tricks “über Wasser” zu halten. Und gleichzeitig wissen viele auch, daß Gott da nicht drauf steht. Ich glaube, das liegt hauptsächlich daran, daß diese Tricks einen letztlich nur irgendwo bescheißen. Gott jedoch möchte echt in deinem Leben sein, er möchte dich echt verändern. Das bedeutet jedoch, gewisse Tricks sein zu lassen, mit manchen Praktiken aufzuhören, die einen ja so lieb ans Herz gewachsen sind. Macht man sie trotzdem, sperrt man in den Punkten Jesus aus, wenn man so will.

Im Grunde laufen wir Menschen doch Liebe und Anerkennung nach. Und wir suchen danach – ebenfalls bei Menschen. Dabei sind wir von Gott geliebt und anerkannt, ohne, daß wir was dazu tun müssen. Ich glaube, das gilt es zu erkennen und das ist es auch, was einem die Identität verändert. Und ich glaube weiter, daß Gott dort stark präsent ist, wo man ihn anbetet. Das geschieht meistens in Gemeinden. Aber eine Gemeinde kann dir nicht abnehmen, eine neue Identität anzunehmen.

Oder anders gesagt: Wenn denkst, daß du  schon richtig bist, wie du bist und dich nicht hinterfragst, und du gleichzeitig merkst, daß Jesus weiter weggerückt ist, dann kehre um, und zwar genau an dieser Stelle.

Auch ich muß das von Zeit zu Zeit tun.

Irgendwie wurde es in den letzten Monaten ziemlich still um mich. Und Gott schien mir nichts mitteilen zu wollen. Und so wurschtelte ich so vor mich hin. Vielleicht sagte auch Gott die ganze Zeit etwas, nur hab ich das nicht registriert, ich weiß es nicht. Jedenfalls sagte er irgendwie zwei Dinge zu mir. Wenn Gott zu mir spricht, dann meist durch Worte, die mich schon fast “durchbohren”, von denen ich mich tief getroffen fühle.

Ich habe mich ja neulich etwas im Blogg ausgekotzt. Manchmal muß ich eben mal Dampf ablassen. Das, was ich so rausgekotzt hatte, was allerdings nicht gegen die Menschen persönlich gemeint, sondern eher so gegen “den Geist dieser Welt”, der mich einfach auch öfter ankotzt, wenn ich so sehe, wie Menschen dadurch zerstört werden und ich so garnichts dagegen tun kann. Und genau da hat mich Gott getroffen, als ich eines morgens auf dem Blogg von Martin Dreyer folgende Überschrift las: “Es ist okay, du brauchst nicht mehr kämpfen“. Übertragen auf mich heißt das, daß ich aufhören soll, darum zu kämpfen, dass Menschen Jesus kennenlernen und mit ihm gehen. Ich soll diese Menschen (innerlich) loslassen. Vielleicht fühle ich mich auch an manchen schuldig und damit muß ich (mit Gott) fertigwerden.

Als nächstes kam ein Gebet am Sonntag in der Gemeinde. Jemand betete, dass Gott “die Menschen von den gefährlichen Plätzen” holen soll, oder so ähnlich. Wieder hat es mich, zunächst verstandesmäßig irritierend, getroffen. Nach weiterem Nachdenken war mir klar, daß ich die “Ostfront” verlassen soll. Und seit gestern habe ich das auf meiner HP dort offiziell gemacht.

Good bye, farewall and Amen.

Seit fast 2 Jahren besuchen wir schon die Petrusgemeinde. Ein Laden, der mir sehr gut gefällt. Warum überhaupt “Mitglied” in einer Gemeinde werden? Viele verbinden damit eine Sicherheit. Für mich ist es die Sicherheit, daß ich nicht alleine mein Christsein lebe(n muß) und ich so Rückhalt für das, was ich tue, erfahre. Ich denke aber auch, daß viele sich in ihren Gemeinden sicher fühlen, weil sie jeden Sonntag dort sind und ihren Zehnten zahlen. Aber das meine ich nicht. Eine Mitgliedschaft in einer Gemeinde bedeutet für mich  noch lange nicht auch einen Eintrag in das Buch des Lebens. Aber sie ist sehr hilfreich, schließlich bin ich ja nur auch ein Mensch, der ab und zu mal einen Tritt in den Hintern braucht.

Das letzte Mal, als wir gemeinsam einer Gemeinde beigetreten sind, ist mittl. 8 oder 9 Jahre her. Damals war das in Würzburg, in der “CIA;-) . Aber dort blieben wir nich lange Mitglied, weil die JF-Darmstadt relativ schnell am Start waren. Die ersten Monate war ich aber parallel bei den Jesus Freaks und der “CIA” (die Abkürzung find ich so cool 8-)). Und es war ziemlich wichtig für mich.

Heute, 20Uhr werden wir also im “Gemeindeforum” vorgestellt und aufgenommen. Mal schauen, was da auf mich/uns zukommt. :) Ich freu mich drauf.

Diese Frage stellte mir neulich ein Mädchen, das ich vor gut 3 Jahren kennengelernt habe. Sie bedankte sich dafür, daß ich (damals) für sie gebetet habe und meinte, daß sie ohne diese Gebete vmtl. in der Klappse gelandet wäre. Irgendwie kann man nicht bestreiten, daß sie Glauben hat. Dennoch zieht sie (noch?) keine Konsequenzen daraus.

Der Glaube an Jesus erscheint anscheinend total unattraktiv. Viele verbinden damit einen religiösen Besenstil im Hintern, der verhindern soll, daß man Dinge tut, die man ja eigentlich so liebgewonnen hat (Kiffen zB). Christen sind da oft leider ein Hindernis, weil ihr Lebensstil oft aufgesetzt und unnatürlich rüberkommt, so meine Beobachtung.

Auch im 6. Jahr an der “Ostfront” hat sich das kaum geändert. Viele können für sich, vielleicht vor mir, aber nicht vor anderen bezeugen, daß es Jesus gibt, der sie auch mal geheilt hat, aber wollen eben das entweder nicht wahrhaben, oder ignorieren das und gehen zur “Tagesordnung” über.

Ich sehe meine “Aufgabe” in dem Punkt erledigt. Es ist ja nicht mein Job, Menschen zu bekehren und ich will das auch garnicht, dennoch wünsche ich mir natürlich, daß Menschen Jesus kennenlernen und mit ihm leben (wollen). Viele manövrieren sich aber dadurch, daß sie sich nicht an Jesus  festhalten, in immer prekärere Situationen. Das behaupte ich einfach mal so.

Wiebke sagte mal (ich glaube in einer Predigt?), daß es das schlimmste ist, wenn ein Mensch versucht, mit und ohne Gott gleichzeitig zu gehen. Es ist so als würde man mit einem Bein auf dem Gehsteig, mit dem anderen auf der Straße laufen. Aber eine Entscheidung zu treffen bedeutet, sich festzulegen. Und das ist voll gegen den “freiheitsliebenden” Zeitgeist gerichtet. Wer sich heute noch festlegt, scheint wie ein außerirdischer, egal, ob es um Ehe, Glauben oder Aussagen geht. Ja, man macht sich damit angreifbar und ja, es ist unbequem.

Aber die Wahrheit ist eben (manchmal) so, dennoch macht sie frei.

Am Freitag war ich mal wieder bei den Jesus Freaks “Brückenau”, die sich seit ein paar Wochen in Jossa treffen. Da erzählte Frauke, daß sie und ihre Mutter an verschiedenen Punkten (Beinverlängerung, Kieferbruchspätfolgen, etc.) geheilt wurden. Das war in den “Healing Rooms” in Hanau. Das ist keine eingeschworene Sekte, sondern ein überkonfessioneller (eingetragener) Verein. Jeder Kranke kann dort hin und für sich (kostenlos) beten lassen.

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Der Hessische Rundfunk hat am 13. Oktober 2005 diesen Bericht ausgestrahlt, mit ein paar Zeugnissen.

Ich finde, das hört sich nicht nur spannend an, das sollte mehr und mehr zur Gewohnheit werden. Super, daß es das gibt!

Ich  muß jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Mich macht der Amoklauf in Winnenden auch betroffen, aber bestürzt bin ich irgendwie nicht. Ehrlichgesagt wundere ich mich darüber,  wie präsent das in den Medien ist. Wir sind eine Mord(s) Gesellschaft, denkt man daran, daß es in unserem Land jährlich mehr als 120000 gemeldete Abtreibungen gibt. Das wären statistisch an dem Tag des Amoklaufs 329 ermordete Babys, von denen keiner spricht. Mit Sicherheit war die Mehrzahl dieser Ungeborenen gesund.  Die Mehrzahl zerstückelt und danach abgesaugt, im Grunde auf bestialische Weise ermordet – in meinen Augen ist das Mord, und sonst garnichts.

Warum Kinder abgetrieben werden, ist wieder eine andere Frage. Sicher geschehen Abtreibungen aus vermeintlich “guten Gründen”, über die man sich vielleicht noch streiten könnte. Aber von wieviel Prozent reden wir da? 3 ? 4 ? vielleicht 5 oder 10 ? Die Mehrzahl wird, glaube ich, abgetrieben, weil sie die Karriere (der Mutter?) behindern.

Ich kritisiere dabei nur die Art und Weise der Medien, die in meinen Augen die Realtität verzerren.

Natürlich ist es schlimm, wenn ein 17jähriger wild um sich schießt und dabei weitere 15 Menschen mit in den Tod nimmt, keine Frage. Was treibt einen 17jährigen dazu? Eine komische Art von Egoismus? Endlich mal im Rampenlicht der Welt stehen? Jetzt wird das Leben dieses Jungen von Psychologen zerpflückt, der Vater hat die Waffen nicht ordnungsgemäß weggesperrt, etc. pp. Ich bin mir außerdem ziemlich sicher, daß dieser Junge von bösen Mächten mindestens inspiriert war. Und nein, ich glaube nicht, daß er Satanist war oder irgendwie in der Szene unterwegs. Ich beschwöre auch nicht, daß er von Dämonen besessen war. Ich will das nicht allzuarg vergeistlichen. Aber ich glaube, daß es eine geistliche Welt gibt und daß dieser Junge davon eben inspiriert wurde.

Aber liegt die Ursache nich viel viel tiefer? zB im Egoismus,  der im “Namen der Freiheit” doch ziemlich hemmungs- und verantwortungslos in unserer Gesellschaft ausgelebt wird? Ist das nicht “gottlos”, also, die erklärte Lossagung von Gott? Und das soll dann nicht geistlich sein?

Winnenden und Erfurt sind für mich Offenbarungen/Indikatoren unserer (mordenden) Gesellschaft.

Seit ein paar Tagen stellt Storch die “Fröhlichen Nachrichten” in sein Blogg, eine Zeitung, die in den 50ern herauskam und beschreibt, was alles so an Erweckung in dieser Zeit geschehen ist. Ich finde es sehr interessant, wie es in Deutschland abgehen kann. Und ja, es gibt auch Heilungen. Dinge, die man sich medizinisch nicht erklären kann. Ich hoffe, daß ich so etwas auch mal miterleben darf. Hier eine Seite, die ich mal von Storch “geklaut” habe:

fn-1955-08-15

Schon seltsam, daß so etwas anscheinend zu kurios ist, um in der BILD zu stehen. Aber wer glaubt schon der BILD? Achso, gabs die BILD 1955 denn überhaupt schon? *Kopfkratz*

Mal ernsthaft: Wenn ein Mädchen mißhandelt und umgebracht wird, berichten die Medien darüber, wenn Menschen geheilt werden, wird darüber fast immer geschwiegen. Doch beides ist aus meiner Sicht wahr. Aber die(se) Wahrheit ist für viele Menschen eben auch verdammt unbequem, vorallem, weil die Existenz Jesu die Notwendigkeit der inneren Veränderung dabei immer unausweichlicher erscheinen lassen würde.

Es gibt einen Gott, der heilen will. Daran glaube ich. Ich will es nur noch mehr sehen.